Uli`s Lotsenboot Molly

Aus einem alten Rennbootrumpf, den ich von einem Arbeitskollegen geschenkt bekam, entstand das Lotsenboot Molly.

Alle alten Spanten und Halterungen wurden aus dem Rumpf entfernt, defekte Stellen repariert und neue Spanten aus Holzresten gefertigt. Im Heck des Bootes wurde eine wasserdichte RC-Box für die Teile der Fernsteuerung eingebaut.

Da das alte Stevenrohr nur aus einem Messingrohr ohne jegliche Lagerung bestand, wurde es entfernt. Aus diversen Resten an Material entstand eine neue Wellenanlage mit einem Gleitlager aus Bronze an der Schraubenseite und einem Kugellager an der Motorseite.

Das Oberdeck des Bootes mit Steuerhaus, Mast und achterem Deck entstand ohne Vorlage.
Aus der Größe des Bootes wurde der Maßstab ca. 1:30 geschätzt. Ich fertigte eine Skizze an, aus der dann die Aufbauten aus Polystyrolplatten entstanden.
Zur Stabilisierung wurden die geklebten Ecken mit Glasgewebeband und Epoxydharz laminiert.

Vor dem Lackieren erfolgte nach einem kurzen Test in der Badewanne eine Testfahrt auf dem See.
Hierbei stellte sich heraus, das Motor und Fahrregler bei Vollgas sehr heiss wurden. Es wurde ein Staurohr für den Wassereinlass, eine Kühlschlange für den Motor und ein wassergekühlter Fahrregler eingebaut.
Nach diesen Umbauten konnte das Boot lackiert werden.

Blick ins Boot:
Die Pumpe in der Mitte musste zusätzlich eingebaut werden, weil zu wenig Kühlwasser durch das Staurohr floss.

Nach dem Anbau einiger Ausrüstungsteile nahm das Erscheinungsbild langsam Gestalt an.

Das Fahrverhalten:
Durch das hohe Gewicht der Einbauten und der zwei Accublöcke liegt das Boot recht tief im Wasser.
Beim beschleunigen ist es relativ träge, bis es in den Gleitzustand kommt. Das Fahrverhalten im Gleitzustand ist gut, mittlere Wellen lassen das Boot zwar hüpfen (wobei die Schraube den Wasserkontakt verliert), durchdas hohe Gewicht liegt es aber ausgezeichnet im Wasser. Kurven lassen sich sehr gut fahren, wobei ein ausgeprägtes Wellenbild entsteht.
Rückwärts fahren sollte man nur im Notfall, die Ruderwirkung ist gleich Null und das Heck zieht sich sehr schnell herunter !

Testfahrt im August 2013:
An einem schönen Tag im August wurde eine Testfahrt mit neuem, kleineren Antriebsmotor auf dem Saalermühle-See in Bensberg gemacht.
Das Boot ist jetzt nicht mehr so schnell aber die Fahrzeit mit einer Acculadung beträgt fast 1 Stunde.